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Zur Geschichte der Buchdrucker und ihrer Gewerkschaften

Mit der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen metallenen Lettern durch Gutenberg um 1440 entwickelte sich eine Technik, die die menschliche Kommunikation tiefgreifend veränderte. Der Berufsstand der Buchdrucker wurde somit zu einem der Schlüsselberufe der Neuzeit.

Der Buchdruck war früh, trotz der handwerklich durchgeführten Tätigkeit, ein industrielles Gewerbe, das eine hohe Arbeitsteilung bedingte. Damit entstanden spezialisierte Berufe - Schriftgießer, Schriftsetzer, Drucker, Buchbinder -, die meistens auch in getrennten Betrieben ausgeübt wurden.

Da sich in diesem sehr kostenintensiven Gewerbe nur wenige selbständig machen konnten, entstand im Buchdruck eine Schicht spezialisierter Facharbeiter, die aufgrund ihrer Belesenheit ein hohes gesellschaftliches Ansehen besaßen.

Im Gegensatz zu ihrem öffentlichen Ansehen standen die Arbeitsbedigungen, die von niedrigen Löhnen und hohem Druck geprägt waren. Schon früh bildeten sich erste Interessenvertretungen. Bereits im 16. Jahrhundert gab es die ersten Streiks.

Innerhalb der sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts formierenden Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung spielten die Buchdrucker - aufgrund ihrer intellektuellen Stellung und ihrer Bedeutung für die moderne Massenkommunikation - eine herausragende Rolle.


Traditionen der Buchdrucker


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